Alles nur ein Missverständnis

Wie der Tee zum Beutel kam

 

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Es gibt so einiges, ohne das unser Alltag nur noch schwer vorstellbar ist: das Internet, Armbanduhren, Zahncreme oder eben den Teebeutel. Aber wer denkt sich so etwas aus? Und warum?

Erfunden hat den Teebeutel zunächst einmal niemand. Er war schlichtweg ein Missverständnis. Anfang des 19. Jahrhunderts wollte der amerikanische Teehändler Thomas Sullivan Porto sparen. Deshalb verpackte er seinen Tee nicht mehr in schwere Metalldosen, sondern füllte ihn portionsweise in Seidensäckchen. Seine Kunden glaubten an eine neue Erfindung und gaben die ganzen Beutel ins Wasser. So mussten sie den Tee später nicht mehr durch ein Sieb abgießen. Der Teebeutel war geboren.

Doch die neue Erfindung brachte auch gleich eine Reihe neuer Probleme mit sich. Zum einen mischten manche Händler minderwertigen Tee unter. Zum anderen sorgten das Beutelmaterial und der verwendete Klebstoff für einen fiesen Beigeschmack.

In Deutschland wurden Teebeutel im ersten Weltkrieg als ?Teebomben? bekannt. Ein geschmacklich sehr fragwürdiges Konstrukt. Tee wurde portionsweise in Mullbeutel abgepackt und den Truppen als Verpflegung geliefert. Das Wasser nahm zwar die Farbe des Tees an, sein Aroma drang allerdings kaum durch die Mullbinden.

1949 kam der erste Doppelkammer-Teebeutel aus Pergamentpapier auf den Markt. Praktisch, geschmacksneutral und hygienisch. Das Qualitätsproblem blieb: Viele Beuteltees enthalten Teestaub und bieten den Teeblättern nicht genug Raum, sich zu entfalten. Heutige neuartige Teebeutel, etwa in Pyramidenform, verbinden die praktische Handhabung mit höchstem Teegenuss: Sie lassen den Teeblättern genügend Entfaltungsmöglichkeiten und sind gefüllt mit erlesenen, hochwertigen Tees.

 

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